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Impfungen

In der heutigen Zeit ist es schwer, zu erkennen was ein Hund wirklich braucht an Impfungen. Ich helfe Ihnen und schlüsseln für Sie auf was überhaupt hinter den ganzen Fachbegriffen steckt und ob diese für Sie und Ihren Hund notwendig sind.


Staupe

Vor der Einführung der Impfung was die Staupe, auch Canine Sitemper genannt die verlustreichste Virusinfektion des Hundes. Dieser Virus führt zu einer Entzündung des Darmes, des Gehirnes und der Lunge. Durch ungenügendem Impfschutz oder mangelhaftem Immunisierungsgrad der Hundepopulationen kann es selbst heute noch zu Seuchenzügen mit zahlreichen Todesopfer kommen.

In den letzten Jahren sind erneut neue Staupefälle aufgetreten. Als Ursachen werden eine gewisse Impfmüdigkeit der Besitzer als auch ein zunehmender Import von Hunden ohne ausreichenden Impfschutz vermutet. Grundsätzlich sind Tiere jeden Alters gefährdet. Besonders häufig erkranken jedoch junge, ungeimpfte Hunde im Alter von drei bis sechs Monaten.

 

Die Infektion erfolgt vor allem durch direkten Kontakt. Die Erkrankung erfolgt beim direkten Kontakt über Sekrete und Exkrete infizierter Hunde (Tröpfcheninfektion) oder bereits vor der Geburt durch die Mutterhündin. Eine indirekte Erregerübertragung durch Hände, Kleidung, Schuhe, Futternäpfe usw. ist zwar möglich, bei der Staupe aber nur von geringer Bedeutung, da das Virus in der Umgebung nicht besonders widerstandsfähig ist. 

  

Spätestens im Alter von 8 Lebenswochen sollte jeder Hund gegen Staupe geimpft werden (Core-Impfung). 


Leptospirose

Achtung vor der Zoonose – auch Menschen können erkranken!

  

Die Stuttgarter Hundeseuche, im Volksmund Leptospirose genannt ist eine weltweit zu beobachtende bakterielle Erkrankung, die tödlich verlaufen kann. Ursprünglich waren beim Hund vor allem die Servovare Canicola und Icterohaemorrhagiae häufig.

Durch die jahrzehntelange Verwendung von Impfstoffen gegen diese Erreger haben Infektionen mit diesen Erregern an Bedeutung verloren.

 

Am häufigsten werden laut der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin inzwischen Antikörperspiegel gegen die Serovare Bratislava (Australis), Grippotyphosa und Pomona beobachtet. Hierbei handelt es sich um eine Zoonose, das heißt, die Krankheit kann auf den Menschen übertragen werden. Leptospiren sind schraubenförmige Bakterien, die von den Reservoirtieren wie Nagetieren zum Teil lebenslang im Urin ausgeschieden werden und vor allem in stehenden Gewässern über lange Zeit infektiös bleiben. Hierbei handelt sich um eine absolute Pflichtimpfung, da diese bis zum tot für Tier und Mensch führen kann.  Die Leptospirose des Menschen ist nach dem Infektionsschutzgesetz eine meldepflichtige Erkrankung.  

 

Diese Pflichtimpfung  ist nach der Grundimmunisierung (zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen) jährlich aufzufrischen. 


Parvovirose

Eine hoch ansteckende und akut verlaufende Infektionskrankheit von Hunden bezeichnet man auch als Parvovirose, die durch das Canine Parvovirus verursacht wird. Weiterhin wird es auch Hundepanleukopenie genannt und ist auf Grund Ihrer Symptome  eng verwandt mit der Katzenseuche. 

Sie kommt weltweit vor und zeigt sich in erster Linie durch schweres Erbrechen, hohes Fieber und Durchfall beim Hund. Es zeigen aber nur etwa zehn Prozent der infizierten Hunde Symptome.

 

Am Empfänglichsten für die Erkrankung sind Welpen im Alter von 2 bis 16 Wochen und alte Hunde.

 

Bei Menschen kann das wesentlich weniger gefährliche Parvovirus B19 Erkrankungen auslösen.


Hepatitis contagiosa canis

Die ansteckende Leberentzündung beim Hund, medizinisch Hepatitis contagiosa canis genannt, ist eine Infektionskrankheit, die durch das Canine Adenovirus-1 (CAV-1) hervorgerufen wird. Sie tritt heute nur noch relativ selten akut als plötzliche Leberentzündung auf. Allerdings ist es möglich, dass das CAV-1 auch die chronische Hepatitis, also eine dauerhafte Leberentzündung, mit verursacht.

 

Diese kann sehr unterschiedlich verlaufen. Bei einem Großteil der Hunde treten keine Beschwerden auf. Sie entwickeln aber Antikörper, die sie das ganze Leben vor einer erneuten Infektion schützen.

 

Falls Symptome auftreten, ruft die ansteckende Leberentzündung bei Hunden vor allem eine akute Leberentzündung (Hepatitis) mit Fieber, Erbrechen, Durchfall und Gelbsucht (Ikterus) hervor. Die Hepatitis contagiosa canis beim Hund kann auch chronisch verlaufen, wenn nicht ausreichend Antikörper gegen das Canine Adenovirus-1 vorhanden sind. Dann überdauern die Viren in den Nieren und der Leber des Hundes und rufen dort eine chronische Leberentzündung hervor.

 

Die Diagnose der ansteckenden Leberentzündung beim Hund ist oft nicht eindeutig möglich. Es gibt keine ursächliche Therapie. Die Behandlung konzentriert sich daher darauf, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu verhindern.

 

Nur durch regelmäßige Abgabe von einem Impfstoff ist dein Hund dauerhaft geschützt. Die erste Impfung erfolgt im Welpen Alter und sollte danach gleich nach 3 bis 4 Wochen nochmals aufgefrischt werden. Danach empfiehlt sich eine jährliche Nachimpfung. Die Impfstoffe gegen den Hcc Virus sind sehr fortgeschritten und bieten bei regelmäßiger Wiederholung einen sicheren und optimalen Schutz.


Zwingerhustenkomplex

Als Zwingerhusten bezeichnet man eine ansteckende Infektion der oberen Atemwege bei Hunden. Vor allen die Luftröhre (Trachea) und die Bronchien des Hundes sind betroffen (infektiöse Tracheo-Bronchitis). Der Zwingerhusten beim Hund entsteht durch eine Infektion mit Viren und Bakterien. Typisch für den Zwingerhusten ist ein starker „bellender“ Husten, der einige Wochen anhält.

 

Der Zwingerhusten beim Hund hat mehrere Ursachen: Neben Erregern wie Viren und Bakterien, erleichtern auch nicht-infektiöse Faktoren wie schlechte Hygiene, zu hohe oder zu niedrige Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit, körperlicher und psychischer Stress, Mangelernährung, Abwehrschwäche und Wurmbefall des Hundes  eine Infektion. Häufige Erreger des Zwingerhustens sind das Canine Para-Influenza-Virus (CPIV), das Canine Herpes-Virus (CHV), das Canine Adeno-Virus Typ 2 (CAV-2) und das Bakterium Bordetella bronchiseptica. In den meisten Fällen infizieren sich die Hunde beim Zwingerhusten zunächst mit Viren, welche die Bronchien besiedeln und das Flimmerepithel (respiratorische Epithel) der Atemwege schädigen. Dadurch können Bakterien oder Pilze leicht eine weitere, sogenannte Sekundärinfektion auslösen. Seltener tritt eine bakterielle Infektion zuerst auf. Hunde, die in engem Kontakt mit anderen Hunden leben, wie in Zwingern, Tierheimen oder Tierpensionen, sind besonders gefährdet für Zwingerhusten und sollten unbedingt dagegen geimpft werden. Die Erreger werden über Tröpfcheninfektion übertragen.