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Reisen mit Heimtieren - Teil 1

Sie planen bereits den nächsten Urlaub und ihr Liebling soll mit? 

Folgend erhalten Sie einige wichtige Informationen um das Reisen mit Heimtieren.


Allgemeines:

Wer reisen will muss sich gut informieren.

Je nach Land gibt es bestimmte Vorschriften, die eingehalten werden müssen.


Vereisen mit Heimtieren:

Für Heimtiere gelten seuchen polizeiliche Reisebestimmungen, weil die Gefahr besteht, dass diese Krankheiten einschleppen können.

 

Bestimmung für die Einreise des Ziellandes, Durchreisebestimmungen und auch die Rückreisebestimmungen in die Schweiz müssen bei einer Reise mit Heimtieren beachtet werden.

 

Zum Schutz von Menschen und Tieren sollten alle Auflagen aus dem jeweiligen Land beachtet werden, welche je erlassen worden sind.

 

  • Dokumente -> Heimtierpass, Gesundheitszeugnis oder Bewilligung
  • Impfungen wie Tollwut
  • Kennzeichnungen mit Mikrochip oder Tätowierung (vor 2011)
  • Behandlung gegen Parasiten wie Zecken und Bandwürmer
  • Tierschutz: kupierte Hunde
  • Aggressivität, Rasseverbote und Maulkorbpflicht
  • Reisevorschriften

 


Was sind Heimtiere:

Heimtiere sind Tiere, die Ihre Eigentümer oder eine von diesen beauftragten Personen begleitet. Sie dürfen nicht verkauft oder an neue Eigentümer übergeben werden.

 

  • Hunde, Katzen, Frettchen
  • Vögel, mit Ausnahme von Geflügel
  • Nagetiere
  • Reptilien

 


Reisen mit Heimtieren

  • Hunde, Katzen und Frettchen benötigen einen Heimtierausweis, eine gültige Tollwutimpfung und eine Kennzeichnung (Mikrochip)
  • Maximaler Transport bei Privatpersonen von bis zu 5 Tieren
  • 100 Tage Quarantäne bei fehlender Tollwutimpfung möglich

 


Die Planung vor dem Transport

 

Tiere reagieren unterschiedlich auf Umgebung Veränderungen, die Reise selbst, den unbekannten Ort oder den geänderten Tagesablauf. Rücksicht auf das Tier nehmen ist das A und O.


Vor Abreise zu klären:

  • Sind Heimtiere in der Ferienregion (Stand, Restaurant) und in der Ferienunterkunft erlaubt?
  • Ist es für das Tier zumutbar und sinnvoll mit zu reisen? (aktive oder passive Ferien?)
  • Gilt für Hunde eine Leinen bzw. Maulkorbpflicht?
  • Gibt es auf dem Weg in das Zielland vllt. ein Einreiseverbot für sogenannte gefährliche/listen Hunde?
  • Ist eine Tierpraxis in der Nähe bei Notfällen?
  • UV-Strahlung erträglich? Evtl. Sonnencreme für Tiere mit weißem Fell mitnehmen.
  • Mit welchem Verkehrsmittel wird gereist und ist das Tier an den Transportbehälter gewöhnt?

 


Reisen mit Hunden in der Schweiz

 

  •  Es gelten die Bestimmungen des Kantons, in dem man sich gerade aufhält. Unabhängig davon ob es der Zielort ist oder man nur auf der Durchreise ist.
  • Dauer des Aufenthaltes ist egal. Bereits das Aussteigen aus dem Auto oder das bloße durchfahren gilt als Aufenthalt.
  • Kanton Genf – Grundsätzliche Leinenpflicht (dienst als Beispiel, weitere Kantone sind betroffen)
  •  Rassebestimmungen beachten. Nicht jeder Kanton hat dieselben Listenhunde verboten

Das Reisen im Auto:

  • Tiere im Innenraum des Fahrzeuges müssen so transportiert werden, dass sie beim fahren nicht stören und weder Ablenkung noch Gefahr darstellen.
  • Sicherheitslösungen sind z.B. Transportbehälter, Boxen oder Gurte.
  • Regelmäßige Pausen (alle 2 Stunden) und Versorgung der Tiere (Wasser, evtl. füttern, versäubern und Bewegung)
  • Klima muss den Bedürfnissen der mitreisenden Tiere entsprechen
  • Keine direkte Sonnenbestrahlung während der Reise
  • Eventuelle Medikamente gegen Reisekrankheit von Vorteil
  • Andere Länder, andere Regeln!!!!
  • Schriftlicher Nachweis, dass die Tiere im Ausland weder Besitzer wechseln noch verkauft werden. Dies kann vom Besitzer selbst geschrieben werden.
  • Bandwurm-Behandlung

 


Mögliche Ferienkrankheiten (Frühzeitig beim TA informieren)

 

  • Dirofilariose – Herzwurm. Bei der Dirofilariose des Hundes handelt es sich um eine durch den Herzwurm Dirofilaria immitis hervorgerufene parasitäre Erkrankung der Hunde. Sie ist vor allem in Nordamerika sowie den Mittelmeerländern verbreitet, kommt aber zunehmend auch in Deutschland vor.
  • Leishmaniose – Sandmücken. Leishmaniose oder Leishmaniase ist eine weltweit bei Mensch und Tier vorkommende Infektionserkrankung, die durch bligat intrazelluläre protozoische Parasiten der Gattung Leishmania hervorgerufen wird. Ihr Verbreitungsgebiet sind die Tropen, besonders Peru, Kolumbien und das östliche Afrika, aber auch der Mittelmeerraum und Asien. Seit Mitte der 1980er Jahre traten die Sandmücken, welche die Leishmaniose übertragen, möglicherweise durch Klimawandel, auch zunehmend in Deutschland auf. Es gibt in Deutschland verstärkt Fälle von Leishmaniose bei Tieren und vereinzelt auch bei Menschen, die Deutschland nie verlassen haben
  • Babesiose – Blutarmut. Die Babesiose des Hundes ist eine durch Einzeller der Gattung Babesia hervorgerufene Infektionskrankheit bei Hunden, die eine Zerstörung der roten Blutkörperchen und damit eine mehr oder weniger ausgeprägte Blutarmut (Anämie) hervorruft. Die Erkrankung verläuft meistens akut mit hohem Fieber und endet ohne Behandlung binnen weniger Tage tödlich. Die Übertragung erfolgt durch Zecken. Während die Babesiose bis in die 1970er Jahre vor allem eine „Reisekrankheit“ war, kommt sie durch die Ausdehnung des Verbreitungsgebiets der Auwaldzecke mittlerweile auch nördlich der Alpen natürlich vor. Die Diagnose wird über einen Nachweis der Babesien-DNA oder eine mikroskopische Untersuchung des Blutes gesichert. Zur Behandlung werden Antiprotozoika eingesetzt.
  • Ehrlichiose – Zeckenfieber. Die Ehrlichiose der Hunde (auch Tropische Canine Panzytopenie, „Zeckenfieber“) ist eine akute bis chronische Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Ehrlichia canis verursacht wird.